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Elements
Das wohltuende Bad in den Elementen
Die Bäderkultur ist eine der ältesten Kulturen der Menschheitsgeschichte. Schon vor 5000 Jahren wussten die Menschen um die angenehmen und Heil bringenden Anwendungen von Feuer, Wasser, Luft und Erde in Form von Bädern, Einreibungen und Packungen. Heute sind die überlieferten Rezepte aus grauer Vorzeit mit sogar neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gewappnet und gehören nach wie vor zum Besten, was man sich und seinem Körper gönnen kann.
Feuer, Wasser, Luft und Erde. Beim Feuer ist natürlich in erster Linie die Hitze gemeint, die in mehr oder weniger hoher Dosierung auf den Körper einwirkt, das Wasser steht uns in all seinen Zuständen, als Eis, als flüssiges Medium oder als Dampf zur Verfügung. Es reinigt und spült, erwärmt und kühlt, transportiert und trägt. Es ist unser Urelement, aus dem alles Leben stammt. Luft brauchen wir zum atmen, und sie kann angereichert sein mit Aromen, ätherischen Ölen und mineralischen Aerosolen. Mineralien, das sind die Bestandteile der Erde. Erden und Schlämme, Einzelmineralien und Salze, sie wirken von innen und außen auf den Körper. Die Kombination dieser Elemente in den verschiedensten Anwendungen bringt Entspannung und Gesundheit. Wellness und medizinische Nutzen gehen nahtlos ineinander über.
Wärme und die Magie des Feuers
Als sich der Mensch das Feuer untertan machte, wurde er unabhängig vom Lauf der Natur. Es schenkt Licht und Wärme, Schutz und Geborgenheit. In allen balneologischen Anwendungen ist der Wechsel zwischen Wärme und Kälte ein fester Bestandteil. Am bekanntesten unter allen thermischen Anwendungen ist natürlich der Klassiker, die Sauna, in all Ihren Facetten.
Gerade in der stürmischen und kalten Winterzeit ist es wichtig, die Körperabwehr gegen Grippe und andere Erkältungskrankheiten zu stärken. Regelmäßiges Saunabaden trainiert die Immunkraft des Körpers, stärkt den Kreislauf und wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus, Erkältungen wird effektiv vorgebeugt. In einer modernen Saunanlage finden sich alle möglichen Temperaturbereiche, von der so genannten Biosauna oder auch Sanarium, die im Bereich von 45-65 °C und einer Luftfeuchtigkeit von ca. 55% arbeitet, bis zur finnischen Trockensauna, die sogar bis zu 110 °C heiß sein kann. Für jeden ist etwas dabei.
Hot Stones
Dies ist eine Kombination aus Wärme und Massage, es handelt sich dabei um eine wiederentdeckte, alte asiatische Massagemethode. Es wird mit warmen Specksteinen und einem tibetischem Heilkräuteröl massiert. Erst wird der Körper mit warmem Öl eingerieben, danach werden bis zu 40 heiße Steine gelegt.
Die glatten, glänzenden Steine besitzen die Fähigkeit, Wärme lange zu speichern und stehen in verschiedenen Größen zur Verfügung. Sie werden auf die Energiepunkte entlang der gezeichneten Energielinie des Köpers gelegt und können so bereits vor Beginn der Massagebehandlung ihre Wärme an die Muskulatur abgeben. Die von den Steinen erzeugte Wärme beschleunigt die Blutzirkulation und demzufolge werden die Zellen und das Gewebe vermehrt mit Sauerstoff versorgt. Auf den Rest des Körpers wird warmes Öl einmassiert. Dann wird ein Stein nach dem anderen massierend, d.h. kreisend und streichend, weggenommen. Das Ergebnis dieser Massage ist geistige Klarheit und Frische, sowie ein völlig neues Körpergefühl.
Feuer & Eis
Eine besondere Variante des Saunabadens ist das sogenannte Priesnitzbad, in dem die Temperatur langsam ansteigt, Hitzeschübe ähnlich eines Aufgusses inszeniert werden und Eiskristalle unmittelbar nach der Überwärmung für einen kurzen Kältereiz sorgen. Durch den Wechsel zwischen Hitze und Kälte erfährt das Überwärmungsbad seinen eigentlichen therapeutischen Nutzen.
Die Kraft des Meeres
Anwendungen mit Meeresprodukten erfreuen sich zu Recht einer steigenden Beliebtheit. Ob Schlämme, Salze oder Algenzubereitungen, eigentlich kann alles, was aus dem Meer kommt genussvoll angewendet werden. Wir selbst, alle lebenden Wesen haben ihren Ursprung im Meer, und unsere Körperzellen glauben noch heute, dass sie sich im Meer befinden. Nicht nur zufällig entspricht der Salzgehalt der Körperflüssigkeit ziemlich genau dem Salzgehalt des Urmeeres zu dem Zeitpunkt, an dem die ersten Lebewesen, unsere Vorfahren, das Land erobert haben. Unsere Zellen wähnen sich immer noch im Urmeer, und alles was aus dem Meer an Mineralien und wertvollen Algenbestandteilen dazu verwendet wird, um uns durch Massagen und Packungen zu verwöhnen, ist eine Wohltat für Körper und Seele.
Heilendes Wasser
Seit Anbeginn der Menschheit wurde Wasser in fast allen Zeitepochen für Heilzwecke verwendet. Eine Ausnahme bildete das Mittelalter: Hier galt es sogar als unfein, Wasser zur Körperreinigung zu benutzen. Die systematische Anwendung von Wasser für Heilzwecke verdanken wir schließlich den zwei Wasserheilern Vincenz Priessnitz (1799-1851) und Sebastian Kneipp (1821-1897). Während in der Balneotherapie kurmäßige Heilbäder verabreicht werden, kennt die Hydrotherapie Güsse, Wickel, Packungen, Waschungen, Arm- und Fußbäder und das Wassertreten.
Die Wirkung der Hydrotherapie geht auf den Temperaturreiz des Wassers zurück. Dieser Reiz führt zu einer Umstimmung eines Teils des Nervensystems, dem so genannten vegetativen System, das nicht über bewusste Vorgänge gesteuert werden kann. So sinken zum Beispiel Puls und Blutdruck und es kommt zu einer dauerhaften entspannenden Wirkung. Durch den Wechsel zwischen kalt und warm wird die Eng- und Weitstellung der Blutgefäße effektiv trainiert, so dass sich der Körper auf wechselnde klimatische Veränderungen, insbesondere in der kalten Jahreszeit mühelos den Gegebenheiten anpassen kann. So haben Infekte keine Chance.
Salz & Sole
Im Gegensatz zu einem normalen Bad, bei dem der Haut Feuchtigkeit entzogen wird, lagert sich beim Solebad Salz in der äußeren Hornschicht der Haut ein und bindet Wasser. Dadurch bleibt die natürliche Schutzschicht der Haut erhalten. Die Haut trocknet nicht aus. Deshalb sind Solebäder auch bei trockener Haut geeignet.
Die entschlackende Wirkung eines 30-minütigen Solebades entspricht der einer kurzen Heilfastenkur. Durch Osmose werden die Giftstoffe des Körpers in das Badewasser abgegeben, während andererseits Mineralstoffe aus der Sole über die Haut aufgenommen werden. Ein Solebad unterstützt hervorragend die Entsäuerung unseres Körpers und führt zu einem ausgeglichenem und natürlichen ph-Wert der Haut.
Das Kristallsolebad ist für unseren Körper ein wahres Energiemeer. Bioenergetische Schwachstellen werden ausgeglichen und der körpereigene Stromfluss wieder aktiviert. Die Funktion der Organe tritt in Resonanz mit dem natürlichen Frequenzmuster der Kristallsole. Dadurch werden die natürlichen Regulationsmechanismen des Körpers in Gang gesetzt und unsere Selbstheilungskräfte aktiviert.
Salz atmen
In einer Salz- oder Solegrotte herrscht ein Mikroklima, das man nur in Salzheilstollen und am Meer vorfinden kann. Jeder Atemzug liefert wertvolle Mineralien und Mikroelemente wie u.a. Jod, Magnesium, Calcium, Kalium, Brom, Eisen, steigert die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit und stärkt die Abwehrkräfte Ihres Organismus. Dank des großen Anteils von Salzen in der Luft, die antiallergisch und pilzhemmend wirken, ist die Luftreinheit extrem hoch. Das Mikroklima in der Grotte hilft zum Beispiel bei Asthma, Allergien, Bronchitis, Hauterkrankungen etc. Der Aufenthalt in eine Solegrotte verringert bedeutend den Stress, vertieft die Atmung, erhöht das Konzentrationsvermögen, bringt ein Gefühl der Frische und Zufriedenheit mit sich, hemmt außerdem das Hautaltern und beschleunigt die Fettverbrennung, die wiederum zur Gewichtsreduktion beiträgt. 45 Minuten in einer Solegrotte werden in ihrer reinigenden und vitalisierenden Wirkung oft mit einem 3-tägigen Aufenthalt am Meer gleichgesetzt. Vor allem das Jod in der Luft entfaltet seine positiven Wirkungen auf den gesamten Organismus.
Das Bad in den Elementen ist Reinigung, Erholung, Entspannung und Harmonisierung für Körper, Geist und Seele. Krankheiten können vorgebeugt, gelindert oder geheilt werden und zum Abschalten vom Stress des Alltags gibt es nichts Besseres. Der gelegentliche Ausflug in einen Wellness- und Erholungstempel oder eine Therme der Region ist mehr als nur ein halber Tag Entspannung – es ist ein wichtiger und äußerst angenehmer Beitrag für ein gesundes und ausgeglichenes Leben und schenkt Energie und Power für noch viele Tage danach. Probieren Sie es einmal aus.
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