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Outdoorflooring
Holzböden und Wände im Außenbereich
Der Mensch entdeckt den Außenbereich als erweiterten Wohnraum und entspannt an der frischen Luft. Durch geschickten gestalterischen Einsatz gelingt es einen schlichten jedoch modernen Lebensraum mit Holz im Außenbereich zu kreieren.
Ausschlaggebend hierfür sind zum einen der natürliche Werkstoff und zum anderen Optik, Verträglichkeit und die vielseitigen Anwendungsbereiche sowie die Gestaltungsmöglichkeiten. Holz vermittelt Exklusivität und einen Flair, den viele von Urlauben in südlichen Ländern her kennen. Aufgrund der Temperaturneutralität empfindet man Holz im Sommer nicht übermäßig heiß und im Winter nicht vollkommen kalt. Da Holz ein nachwachsender Rohstoff ist, fällt es einem umweltbewussten Verbraucher auch leichter, sich für dieses Material zu entscheiden. So vielseitig die Einsatzgebiete sind, so vielseitig sind auch die verschiedenen Holzarten und holzähnlichen Materialien. Für den Verbraucher leicht ein undurchdringlicher „Dschungel“ bei dem man sich besser auf den verarbeitenden Fachmann verlässt. Rat hierzu kann man sich beim Gartenbauer, Zimmerer oder Schreiner holen.
Welcher Untergrund
Optimal sind betonierte Lager auf denen man die Unterkonstruktion fixieren kann. Ausreichend ist aber auch ein entsprechend gut verdichteter Untergrund mit Kiesbelag und entsprechenden Betonplatten. Günstig zu kaufen als Waschbetonplatten in jedem Baumarkt oder Fachhandel.
Welche Unterkonstruktion
Grundsätzlich richtet sich die Art der Unterkonstruktion nach dem Belag der später aufgebracht werden soll. Ist der Belag aus Lärche oder Douglasie, so sollte auch die Unterkonstruktion aus dieser Holzart sein. Hier spielen Schwund/Quellverhalten sowie die Verzugskräfte der jeweiligen Holzart eine große Rolle. Sollten Sie also Hartholz wie Bangkirai verarbeiten, so sollte die Unterkonstruktion auch aus diesem Material sein. Der Querschnitt der Hölzer hängt mit vom Abstand und der Statik der Konstruktion ab. Grundsätzlich Sollte der Abstand aber zwischen 40 und 60 cm liegen. Hierzu bietet der Fachhandel entsprechende fertige Ware.
Einige entscheidende Punkte für die richtige Holzwahl
Lärche bzw. Douglasie als einheimische Holzarten haben neben der mäßig dauerhaften Haltbarkeit einen entscheidenden Nachteil. Sie harzen gerade in der warmen Jahreszeit in den ersten Jahren nach dem Verlegen. Durch die hohen Temperaturen gerade im Sommer tritt Harz aus, das man dann auch beim Betreten der Flächen an den Füßen hat. Zudem neigt dieses Holz besonders zu Rissbildungen und splittert. Gerade bei spielenden Kindern kann es dabei zu Verletzungen kommen. Sicherlich steht dem Ganzen natürlich auch der wesentlich günstigere Preis entgegen.
Hölzer wie Bangkirai, Massaranduba, Garapa und Itauba haben trotz der vielen Vorteile wie Maßhaltigkeit, geringer Rissbildung, kein „Harzen“ einen entscheidenen Nachteil. Es kann zum Austreten von Inhaltstoffen in den ersten Jahren nach dem Verlegen kommen. Deswegen sind diese Holzarten für den Einsatz in Poolbereich, beim Schwimmbädern oder Balkonabdeckungen ohne Untergrund eher nicht geeignet. Die austretenden Inhaltsstoffe sind bräunlich gefärbt und oft schwierig bis gar nicht mehr von Fliesenfugen im Pool oder Hausmauern zu entfernen. Aus Erfahrung weiß man, dass man durch Plastikfolien in Bereichen von Hausmauern viel für den Schutz tun kann. Nach den ersten beiden Bewitterungsphasen Sommer/Winter hat sich dieses Problem erledigt.
Andreas Windisch ist kreativer Schreinermeister in Ruhstorf an der Rott und Experte für einheimische und exotische Edelhölzer. Mit innovativen Ideen und hohem handwerklichen Können ist er Spezialist für individuelle Wohnwünsche. Weitere Informationen finden Sie unter www.andreas-windisch.de oder Telefon 08534-970660.
Verarbeitungstipps vom Fachmann
Grundsätzlich empfehlen sich Edelstahlschrauben V4A da andere Schrauben auf Grund der Inhaltsstoffe im Holz auf Dauer schwarz werden. Grundsätzlich ist anzumerken, dass verzinkte Materialien oder Eisenspäne zB bei Flexarbeiten auf den Hölzern nach Bewitterung schwarze Flecken hinterlassen die nicht mehr zu entfernen sind. Entsprechend hochwertige Schrauben lassen sich auch leicht wieder herausdrehen und reißen nicht ab. Mit Sicherheit ein großer Vorteil sollten doch einmal einige Bretter gewechselt werden. Auf alle Fälle sind die Löcher vorzubohren und entsprechend dem Schraubenkopf zu senken.
Ohne entsprechenden Holzschutz in Form von entsprechenden vom Fachhandel angebotenen Holzölen wird Ihr Belag nach wenigen Jahren „vergrauen“. Empfehlenswert ist hier ein 2maliger Anstrich in jährlichen Abständen. Hochwertige Materialien sind auf natürlicher Basis und ohne Lösungsmittel. Nach dem „Vergrauen“ fällt es selbst dem Fachmann auf eine geringe Entfernung hin schwer zu entscheiden welche Holzart hier verarbeitet wurde. So ist ein Materialmix je nach Eignung und Verwendungszweck durchaus denkbar. Vor allem da auch gerne Wandgestaltungen mit in die Gesamtsituation mit einbezogen werden und hier gerne Douglasie oder Lärche eingesetzt werden.
Übrigens: Ein verantwortungsvoller Verarbeiter sollte Produkte nur von Lieferanten beziehen, die auch nachweisen können dass „gemanagter Holzabbau“ stattfindet. Verlangen Sie Nachweise von Ihrem Lieferanten auch wenn dann schlussendlich der Belag etwas mehr kostet, hierzu gibt es Zeugnisse und Bescheinigungen. Das sind wir unseren Nachkommen schließlich schuldig.
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